Schule EINFACH anders

27,00 CHF*

Schule EINFACH anders
Aus dem Leben einer Homeschoolfamilie.
Erstauflage (Novum Verlag)
gebunden, 144 Seiten
ISBN 978-3-903155-80-0
Produktnummer: SW10073
Lernen kann man überall.
Jeder Mensch lernt anders, und das schon im Kindesalter. Als eine ihrer Töchter nach nur wenigen Wochen Schule nicht mehr aufstehen möchte, sucht Martina Amato nach einem Ausweg. In der Schweiz besteht Bildungspflicht, sie kann ihre Kinder nicht einfach aus der Schule nehmen und abwarten, bis sie selbst dort hingehen wollen. Bei einem Krisengespräch mit der Kinderärztin erwähnt jene die Möglichkeit des Homeschoolings. Martina Amato informiert sich und entscheidet sich schließlich zusammen mit ihrer Familie, diesen Weg zu gehen. Die persönlichen Erfahrungen ihrer Familie hat sie in diesem Buch dokumentiert und hofft, dass ihre Geschichte auch anderen Familien Mut macht, neue (Bildungs-)Wege zu gehen.
Die drei blauen Federn auf dem Cover stehen für Leichtigkeit, Lernfreude und Lebensfreude. Und genau davon erzählt das Buch «Schule EINFACH anders». Vom Leben. Von Begeisterung und Flow. Von Mut und Loslassen. Von Ängsten und Träumen.
Zudem finden sich viele nützliche Links zu alternativen Bildungsformen, neuen Schulen sowie zu Bildungsorganisationen, die den Wandel in der Bildung fördern.
Über die Autorin:
Martina Amato wurde 1976 in der Schweiz geboren und verbrachte einige Jahre ihrer Kindheit in Italien. Als sie fünf Jahre alt war, zog die Familie zurück in die Schweiz, wo die Autorin als Wirtstochter und älteste von drei Geschwistern aufwuchs. Im Anschluss an die Maturität und einem einjährigen Aufenthalt als Au-Pair in den USA studierte sie Rechtswissenschaften an der Universität Fribourg. Im Anschluss ging sie auf Reisen und arbeitete danach mehrere Jahre beratend. Sie bildete sich laufend in den Bereichen Sozialarbeit, Kommunikation und Pädagogik weiter und war über zehn Jahre hinweg im Kindes- und Erwachsenenschutz tätig. Nach einer schweren Schulkrise einer ihrer Töchter entschloss sie sich, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten. Heute sieht sie sich als Lernbegleiterin und freut sich darüber, täglich Neues zu lernen. Seit 2017 setzt sich Martina Amato für eine freie Bildungswahl ein.

Vorwort

Wenn mir jemand vor noch nicht allzu langer Zeit gesagt hätte, dass unsere Töchter Chiara und Miriana die öffentliche Schule nicht länger als ein Jahr besuchen werden, hätte ich bei mir gedacht: «Der spinnt ja!» Homeschooling: Vor zwei Jahren noch eine unvorstellbare Sache. Ebenso, dass wir glücklich zu Hause «Schule» betreiben und dabei noch etwas lernen würden. Ich hatte zwar schon über Homeschooling gelesen, aber nicht im Traum daran gedacht, dass wir selbst einmal zu Hause lernen würden. Wie auch?!
Ich selbst habe die öffentliche Schule besucht und über 90?% der Kinder in der Schweiz tun dies ebenfalls. In der Regel hinterfragt man das öffentliche Schulsystem vor Einschulung der eigenen Kinder nicht. Weshalb macht man denn Homeschooling, fragen Sie sich vielleicht? Ich denke, dass da jeder andere Beweggründe hat. Homeschooling ist nicht meine Wunschwahl Nummer eins für unsere Kinder. Sie entstand aus einer Notsituation, aus einer Krise heraus. Oder was würden Sie tun, wenn Ihr Kind nach wenigen Wochen Schule morgens nicht mehr aufstehen würde? Wenn Ihr Kind Ihnen sagen würde: «In diese Schule gehe ich nie wieder.»
Es gibt Alternativen. Für die meisten jedoch nicht allzu viele. Denn eine Privatschule kann man sich meist nicht leisten und für Homeschooling fehlen oft die finanziellen und gesetzlichen Voraussetzungen. Aus langjähriger beruflicher Erfahrung im Kinder- und Jugendschutz weiß ich, was auf Situationen wie die unserer Tochter in der Regel folgt. Das Kind wird abgeklärt. Abklärungen, Schulpsychologischer Dienst, Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst, womöglich eine Diagnose und nicht zuletzt vielleicht Medikamente. Zur Verarbeitung unserer damals schwierigen, kräfteraubenden und teilweise ohnmächtigen Lebenssituation begann ich zu schreiben.
Während des Schreibens kam mir auf einmal folgender Gedanke: Es gibt doch bestimmt andere Eltern, die eine ähnliche Krise mit ihrem Kind durchmachen. Würde es ihnen helfen, unsere Geschichte zu hören? Aus Notizen und Einträgen, die ich zu Beginn nur zur Verarbeitung meiner Lebenskrise niederzuschreiben begonnen hatte, entstand bald die Idee eines Buches. Die Idee begeisterte mich, je länger ich darüber nachdachte. Weshalb soll ich unsere Geschichte für mich behalten, wenn sie möglicherweise anderen Eltern und ihren Kindern Mut machen könnte, neue Wege einzuschlagen? Wege, die nicht einfach zu gehen sind. Wege, die das Herz jedoch wieder öffnen können und Kinder authentisch bleiben lassen. Wege, bei denen das Kind sein darf, wie es ist. Denn jeder von uns ist einzigartig. Jeder hat seine Talente und Leidenschaften, die in ihm schlummern und entdeckt werden möchten.
Manchmal fordert uns das Leben dazu heraus, frech und mutig zu sein – eben «frechmutig». Und geht man frechmutig andere Wege, staunt man nicht selten, wie Türen sich öffnen und mit ihnen neue Möglichkeiten. Neue Wege zu gehen bedeutet auch, Altbekanntes loszulassen. Eine gewisse Sicherheit loszulassen, ohne zu wissen, was einen erwartet. Es fällt oft schwer, die Kontrolle über Dinge, die uns eine scheinbare Sicherheit geben, loszulassen. Ist man ehrlich zu sich selbst, erkennt man, dass diese Sicherheit meist eine vermeintliche ist. Was ist im Leben denn schon sicher? Dieses Buch soll Sie ermuntern, alte, abgetretene Pfade zu verlassen, um neue entdecken zu dürfen. Lassen Sie los und freuen Sie sich auf das, was entstehen kann. Sind Sie aber zufrieden und gehen Ihre Kinder gerne in die Schule, dann genießen Sie es! Das ist doch toll. Nicht jeder braucht das Gleiche im Leben.
Dieses Buch richtet sich in keiner Weise gegen die öffentliche Schule. Es gibt viele wunderbare und engagierte Lehrpersonen, die Kinder für das Leben und das Lernen begeistern können. Erfreulicherweise gehen einige Kinder auch gerne zur Schule. Einige schlagen sich irgendwie durch und andere werden krank. Wenn unsere Geschichte nur einem weiteren leidenden Kind helfen kann, einen Weg ins Glück zu finden, dann hat es sich gelohnt, sie niederzuschreiben.
Herzlich, Martina Amato

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Schule EINFACH anders
Lernen kann man überall. Jeder Mensch lernt anders, und das schon im Kindesalter. Als eine ihrer Töchter nach nur wenigen Wochen Schule nicht mehr aufstehen möchte, sucht Martina Amato nach einem Ausweg. In der Schweiz besteht Bildungspflicht, sie kann ihre Kinder nicht einfach aus der Schule nehmen und abwarten, bis sie selbst dort hingehen wollen. Bei einem Krisengespräch mit der Kinderärztin erwähnt jene die Möglichkeit des Homeschoolings. Martina Amato informiert sich und entscheidet sich schließlich zusammen mit ihrer Familie, diesen Weg zu gehen. Die persönlichen Erfahrungen ihrer Familie hat sie in diesem Buch dokumentiert und hofft, dass ihre Geschichte auch anderen Familien Mut macht, neue (Bildungs-)Wege zu gehen. Die drei blauen Federn auf dem Cover stehen für Leichtigkeit, Lernfreude und Lebensfreude. Und genau davon erzählt das Buch «Schule EINFACH anders». Vom Leben. Von Begeisterung und Flow. Von Mut und Loslassen. Von Ängsten und Träumen. Zudem finden sich viele nützliche Links zu alternativen Bildungsformen, neuen Schulen sowie zu Bildungsorganisationen, die den Wandel in der Bildung fördern. Über die Autorin: Martina Amato wurde 1976 in der Schweiz geboren und verbrachte einige Jahre ihrer Kindheit in Italien. Als sie fünf Jahre alt war, zog die Familie zurück in die Schweiz, wo die Autorin als Wirtstochter und älteste von drei Geschwistern aufwuchs. Im Anschluss an die Maturität und einem einjährigen Aufenthalt als Au-Pair in den USA studierte sie Rechtswissenschaften an der Universität Fribourg. Im Anschluss ging sie auf Reisen und arbeitete danach mehrere Jahre beratend. Sie bildete sich laufend in den Bereichen Sozialarbeit, Kommunikation und Pädagogik weiter und war über zehn Jahre hinweg im Kindes- und Erwachsenenschutz tätig. Nach einer schweren Schulkrise einer ihrer Töchter entschloss sie sich, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten. Heute sieht sie sich als Lernbegleiterin und freut sich darüber, täglich Neues zu lernen. Seit 2017 setzt sich Martina Amato für eine freie Bildungswahl ein. Website: www.martinaamato.comVorwort Wenn mir jemand vor noch nicht allzu langer Zeit gesagt hätte, dass unsere Töchter Chiara und Miriana die öffentliche Schule nicht länger als ein Jahr besuchen werden, hätte ich bei mir gedacht: «Der spinnt ja!» Homeschooling: Vor zwei Jahren noch eine unvorstellbare Sache. Ebenso, dass wir glücklich zu Hause «Schule» betreiben und dabei noch etwas lernen würden. Ich hatte zwar schon über Homeschooling gelesen, aber nicht im Traum daran gedacht, dass wir selbst einmal zu Hause lernen würden. Wie auch?! Ich selbst habe die öffentliche Schule besucht und über 90?% der Kinder in der Schweiz tun dies ebenfalls. In der Regel hinterfragt man das öffentliche Schulsystem vor Einschulung der eigenen Kinder nicht. Weshalb macht man denn Homeschooling, fragen Sie sich vielleicht? Ich denke, dass da jeder andere Beweggründe hat. Homeschooling ist nicht meine Wunschwahl Nummer eins für unsere Kinder. Sie entstand aus einer Notsituation, aus einer Krise heraus. Oder was würden Sie tun, wenn Ihr Kind nach wenigen Wochen Schule morgens nicht mehr aufstehen würde? Wenn Ihr Kind Ihnen sagen würde: «In diese Schule gehe ich nie wieder.» Es gibt Alternativen. Für die meisten jedoch nicht allzu viele. Denn eine Privatschule kann man sich meist nicht leisten und für Homeschooling fehlen oft die finanziellen und gesetzlichen Voraussetzungen. Aus langjähriger beruflicher Erfahrung im Kinder- und Jugendschutz weiß ich, was auf Situationen wie die unserer Tochter in der Regel folgt. Das Kind wird abgeklärt. Abklärungen, Schulpsychologischer Dienst, Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst, womöglich eine Diagnose und nicht zuletzt vielleicht Medikamente. Zur Verarbeitung unserer damals schwierigen, kräfteraubenden und teilweise ohnmächtigen Lebenssituation begann ich zu schreiben. Während des Schreibens kam mir auf einmal folgender Gedanke: Es gibt doch bestimmt andere Eltern, die eine ähnliche Krise mit ihrem Kind durchmachen. Würde es ihnen helfen, unsere Geschichte zu hören? Aus Notizen und Einträgen, die ich zu Beginn nur zur Verarbeitung meiner Lebenskrise niederzuschreiben begonnen hatte, entstand bald die Idee eines Buches. Die Idee begeisterte mich, je länger ich darüber nachdachte. Weshalb soll ich unsere Geschichte für mich behalten, wenn sie möglicherweise anderen Eltern und ihren Kindern Mut machen könnte, neue Wege einzuschlagen? Wege, die nicht einfach zu gehen sind. Wege, die das Herz jedoch wieder öffnen können und Kinder authentisch bleiben lassen. Wege, bei denen das Kind sein darf, wie es ist. Denn jeder von uns ist einzigartig. Jeder hat seine Talente und Leidenschaften, die in ihm schlummern und entdeckt werden möchten. Manchmal fordert uns das Leben dazu heraus, frech und mutig zu sein – eben «frechmutig». Und geht man frechmutig andere Wege, staunt man nicht selten, wie Türen sich öffnen und mit ihnen neue Möglichkeiten. Neue Wege zu gehen bedeutet auch, Altbekanntes loszulassen. Eine gewisse Sicherheit loszulassen, ohne zu wissen, was einen erwartet. Es fällt oft schwer, die Kontrolle über Dinge, die uns eine scheinbare Sicherheit geben, loszulassen. Ist man ehrlich zu sich selbst, erkennt man, dass diese Sicherheit meist eine vermeintliche ist. Was ist im Leben denn schon sicher? Dieses Buch soll Sie ermuntern, alte, abgetretene Pfade zu verlassen, um neue entdecken zu dürfen. Lassen Sie los und freuen Sie sich auf das, was entstehen kann. Sind Sie aber zufrieden und gehen Ihre Kinder gerne in die Schule, dann genießen Sie es! Das ist doch toll. Nicht jeder braucht das Gleiche im Leben. Dieses Buch richtet sich in keiner Weise gegen die öffentliche Schule. Es gibt viele wunderbare und engagierte Lehrpersonen, die Kinder für das Leben und das Lernen begeistern können. Erfreulicherweise gehen einige Kinder auch gerne zur Schule. Einige schlagen sich irgendwie durch und andere werden krank. Wenn unsere Geschichte nur einem weiteren leidenden Kind helfen kann, einen Weg ins Glück zu finden, dann hat es sich gelohnt, sie niederzuschreiben. Herzlich, Martina Amato

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